Rennberichte 2020

"Matsch, Schlamm und viel Kraft"
Am 2. Februar fand die Weltmeisterschaft in Dübendorf statt. Um uns optimal vorzubereiten, reisten wir am Donnerstag mit der Nationalmannschaft an. Wir hatten am Morgen eine Pressekonferenz und danach genügend Zeit um einige Trainings auf der Strecke zumachen. In der Nacht auf den Sonntag, regnete es jedoch stark und die Strecke veränderte sich sehr. Der Boden wurde sehr tief und schwierig zu fahren. Der Start gelang mir ziemlich gut. In der ersten Runde konnte ich mich mit einem amerikanischen Fahrer einige Meter absetzen. Jedoch passierte ihm, bei der ersten technischen Passage ein Fehler und wir wurden von den anderen Fahrern wieder eingeholt. Es war wirklich sehr anstrengend auf diesem Kurs zu fahren, da es viel Kraft brauchte und es keinen Abschnitt gab, in welchem man sich erholen konnte. In der 2ten von 4 Runden fühle ich, dass meine Beine nicht so waren wie ich es gerne gehabt hätte. Ich musste Thibau fahren lassen und probierte konstant weiter zu fahren. Eine Runde später, hatte ich die ersten Krämpfe. Es war wirklich nicht mehr einfach den Kontakt zu den beiden Belgiern zu halten. Jedoch wurde ich von den vielen Zuschauern am Streckenrand gepusht und ich kämpfte weiter. In der letzten Runde, musste ich einen weiteren Belgier ziehen lassen und wir kämpften zu 2t um den 3ten Platz. Ich wusste meine Chancen waren ziemlich gut, wenn es in einen Zielsprint gehen würde. In der letzten kleinen Abfahrt war ich am Ende meiner Kräfte und ich machte einen Fehler und fiel zu Boden. Der 3te Belgier war weg und somit auch meine Medaillenchance. Ich beendete meine Heim-WM auf dem 4ten Platz. Das war für mich im ersten Augenblick eine grosse Enttäuschung. Nach meinem ersten Weltcupsieg vor einer Woche, habe ich mir selber ein grosses Ziel gesetzt, dazu kam auch der Druck von aussen, vielleicht war es zu viel und ich muss damit lernen umzugehen. Ich habe von dieser WM einiges gelernt und werde diese Dinge für die Zukunft mitnehmen. Vielen Dank an Swiss Cycling, meinen Mechanikern, den Betreuern und an alle Fans in Dübendorf. Ihr habt mich begleitet, betreut, unterstützt und angefeuert. Es war ein einmaliges Erlebnis. Jetzt geniesse ich ein paar Tage Pause, bevor es in 3 Wochen bereits ins Bike-Trainingslager nach Italien geht.
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Hogerheide 8
Mein erster Weltcupsieg
Ich hatte auf der Strecke in Hoogerheide ein wirklich gutes Gefühl und freute mich auf das Rennen. Am Start übernahm ich sofort die Spitze und probierte das Rennen schnell zu machen. Nach einer Runde nahm ich ein bisschen Tempo heraus. Es bildete sich eine grosse Gruppe an der Spitze. Ich probierte immer an 2ter Position zu fahren, damit ich alles kontrollieren konnte. In der 3ten von 6 Runden probierte ich nochmals eine Tempo-Verschärfung. Jedoch kam ich nicht weg und reihte mich wieder in der Gruppe ein. Die letzten 2 Runden machte der Belgier Lennert Belmals das Tempo. In der letzten Runde griff Thibau über die Hürden an. Wir probierten den Angriff zu kontern. Zwei Kurven später passierte Thibau Nys dann ein Fehler und ich sah meine Chance. Ich erhöhte das Tempo und übernahm die Spitze. In dem letzten Schräghang, kam ich ohne Probleme durch und begann den Sprint. Ich hatte einige Meter Vorsprung und überquerte die Ziellinie als erster. Durch meinen ersten Weltcupsieg, konnte ich mir auch den 2ten Platz in der Weltcup- Gesamtwertung sichern. 
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Nommay 6
Im Schweizermeister-Trikot am Start
Direkt an der Schweizer Grenze fand das Weltcuprennen in Nommay FR statt. Die Strecke war auf einer grossen Wiese und sehr eben. Da es in der Nacht vor dem Rennen sehr kalt war, gefror der Boden, was die Strecke sehr hart und auch einige Kurven unberechenbar machte. Am Start positionierte ich mich zugleich unter den Ersten. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch, aber ich fühlte mich gut und konnte das Tempo gut mitgehen. Nach einer von sieben Runden, vielen immer mehr Fahrer hinten weg und wir waren nur noch zu 4t an der Spitze. Durch die Schnelligkeit der Strecke, war es schwierig einen Angriff alleine zu probieren. Trotzdem verschärfte ich das Tempo in der 3ten Runde und setzte die anderen Fahrer unter Druck. Jedoch wurde mein Vorhaben durch einen Rutscher in einer Abfahrt gebremst. Eine Runde später verlor ich nochmals die Kontrolle in einer schnellen Kurve und ging hart zu Boden. Durch diesen Sturz verlor ich viel Zeit und auch den Anschluss zur Spitzengruppe. Ich fiel auf den 5ten Platz zurück. Jedoch merkte ich im Verlauf der nächsten Runde, dass ich dem Fahrern vor mir immer näher kam und somit probierte ich noch einmal alles. In der letzten Runde überholte ich diesen, jedoch merkte ich, dass meine Aufholjagt  sehr viel Kraft gekostet hatte und ich begann Fehler zu machen. Ich verlor meine 4te Position wieder. Das Ziel überquerte ich auf dem 5ten Platz. Ich habe mir sicher mehr von diesem Rennen erhofft, aber ich habe daraus gelernt und blicke zuversichtlich zu den beiden nächsten und letzten Rennen der Saison.
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Junioren Schweizermeister 
Aufgrund meiner guten Quersaison, ging ich als einer der Favoriten an die SM. Am Morgen machte ich eine Trainingsrunde und die Strecke war gefroren. Bis zu unserem Rennen taute der Boden jedoch auf und keiner der Fahrer wusste wie die Strecke genau sein wird. Am Start probierte ich sofort ein hohes Tempo zu fahren, um die anderen Fahrer zu fordern. Nach dem ersten Aufstieg, hatte ich dann bereits ein kleines Loch nach hinten. Durch die schwierigen Bedingungen, passierten mir jedoch einige Fehler und ich ging zu Boden. Ich blieb aber konzentriert und fuhr wieder einen Abstand heraus. Nach der ersten von fünf Runden war ich schon ganz alleine unterwegs. Somit konnte ich den Rhythmus selber bestimmen und auch meine eigene Linie fahren. In der dritten Runde, hatte ich jedoch einige Probleme und fühlte mich nicht mehr so gut. Ich reduzierte ein bisschen mein Tempo, aber probierte technisch sauber weiter zu fahren. Nach einer halben Runde fühlte ich mich wieder besser und vergrösserte den Abstand konstant. Als ich die Ziellinie überquerte, hatte ich meinen ersten Schweizermeistertitel auf dem Radquer gewonnen. Die Form stimmt und ich freue mich schon auf die nächsten Rennen. Vielen Dank für alle die mir an diesem Tag geholfen oder vom Streckenrand unterstützt haben.
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EKZ Cross Final in Meilen
Da ich nach Belgien ein bisschen angeschlagen war, wusste ich nicht genau wie meine Form war. Meilen war dieses Jahr für mich ein spezielles Rennen, da ich das erste Mal im Trikot des Scott Development Teams am Start stand. Am Start kam ich nicht so gut von der Linie weg. Jedoch kämpfe ich mich schnell nach vorne und war bereits nach 2 Kurven an der Spitze. Ich wusste, dass der Anfang vom Rennen meine Stärke ist und probierte diese auch zu nutzen. So fuhr ich von Anfang an ein sehr hohes Tempo und konnte die anderen Fahrer distanzieren. Nach einer Runde hatte ich bereits einen Abstand von 18 Sekunden. Ich fühlte mich wirklich gut und probierte das Tempo hoch zu halten und meinen Rhythmus  weiter zu ziehen. Dies machte ich auch und vergrösserte den Abstand von Runde zu Runde. Eine zusätzliche Motivation waren die vielen Zuschauer an der Strecke, die mich zu dieser Leistung motivierten. Ich fuhr also meine Runden konstant weiter und liess mich nicht mehr einholen. Nach 45 Minuten Renndauer gewann ich mein erstes Rennen für Scott Development Team mit 1,43 Minuten Vorsprung, sowie auch die Gesamtwertung der EKZ-Cross Tour. In ca. einer Woche findet dann, das nächste grosse Rennen in Baden, mit der Schweizermeisterschaft im Radquer statt. Vielen Dank an meine Mechaniker die auch eine super Leistung erbracht haben.
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