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05.05.20 WM Dübendorf

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Matsch, Schlamm und viel Kraft

Vorbereitung
Am 2. Februar fand die Weltmeisterschaft in Dübendorf statt. Um uns optimal vorzubereiten, reisten wir am Donnerstag mit der Nationalmannschaft an. Wir hatten am Morgen eine Pressekonferenz und danach genügend Zeit um einige Trainings auf der Strecke zumachen. In der Nacht auf den Sonntag, regnete es jedoch stark und die Strecke veränderte sich sehr. Der Boden wurde sehr tief und schwierig zu fahren.

Das Rennen
Der Start gelang mir ziemlich gut. In der ersten Runde konnte ich mich mit einem amerikanischen Fahrer einige Meter absetzen. Jedoch passierte ihm, bei der ersten technischen Passage ein Fehler und wir wurden von den anderen Fahrern wieder eingeholt. Es war wirklich sehr anstrengend auf diesem Kurs zu fahren, da es viel Kraft brauchte und es keinen Abschnitt gab, in welchem man sich erholen konnte. In der 2ten von 4 Runden fühle ich, dass meine Beine nicht so waren wie ich es gerne gehabt hätte. Ich musste Thibau fahren lassen und probierte konstant weiter zu fahren. Eine Runde später, hatte ich die ersten Krämpfe. Es war wirklich nicht mehr einfach den Kontakt zu den beiden Belgiern zu halten. Jedoch wurde ich von den vielen Zuschauern am Streckenrand gepusht und ich kämpfte weiter. In der letzten Runde, musste ich einen weiteren Belgier ziehen lassen und wir kämpften zu Zweit um den 3ten Platz. Ich wusste meine Chancen waren ziemlich gut, wenn es in einen Zielsprint gehen würde. In der letzten kleinen Abfahrt war ich am Ende meiner Kräfte und ich machte einen Fehler und fiel zu Boden. Der 3te Belgier war weg und somit auch meine Medaillenchance.

Erste Analyse
Ich beendete meine Heim-WM auf dem 4ten Platz. Das war für mich im ersten Augenblick eine grosse Enttäuschung.
Nach meinem ersten Weltcupsieg vor einer Woche, habe ich mir selber ein grosses Ziel gesetzt, dazu kam auch der Druck von aussen, vielleicht war es zu viel und ich muss damit lernen umzugehen. Ich habe von dieser WM einiges gelernt und werde diese Dinge für die Zukunft mitnehmen.

Danke
Vielen Dank an Swiss Cycling, meinen Mechanikern, den Betreuern und an alle Fans in Dübendorf. Ihr habt mich begleitet, betreut, unterstützt und angefeuert. Es war ein einmaliges Erlebnis.

Ausblick
Jetzt geniesse ich ein paar Tage Pause, bevor es in 3 Wochen bereits ins Bike-Trainingslager nach Italien geht.
  • Radquer Nati Scott 10 1
  • Radquer Nati Scott 3 1
  • Radquer Nati Scott SM 6 1